Allgemeines zum Bogensport

Was ist Bogenschiessen ?

Vereinfacht ist Bogenschiessen die Kunst ein Pfeilförmiges Geschoss mit einem unter Spannung stehenden Stock über weite Entfernungen in ein beliebiges Ziel zu schleudern.

Rückblick:
Erinnert euch wie ihr als Kind einen Flitzebogen gebaut habt. Haselnuss war das geeignete Material für den Bogen, als Sehne eine alte Schnur, die Pfeile aus möglichst geradem Holz mit geschnitzter Spitze und Hühnerfedern dran, wer trifft die Coladose ?

Durch die Gegend robben, Indianer oder Ritter spielen, der Bogen fasziniert doch fast jedes Kind. Jetzt sind wir Erwachsen, aber die Träume aus Kindertagen sind noch da. Immer mal wieder tauchen sie auf, spätestens wenn die eigenen Kids dasselbe spielen wie wir früher. Historisches: Der Bogen ist eine Waffe und ein Sportgerät dessen Entstehung bis zur Steinzeit zurückreicht. Der Bogen war eine der ersten Distanzwaffen der Weltgeschichte. Keine andere Waffe hatte so lange Bestand, daß sie bis zum heutigen Tage noch weiterentwickelt und benutzt wird.

Atila und Tschingis Khan verdankte ihre Siege dem Bogen, Bei Odysseus ranken sich Sagen um den Bogen, im Mittelalter waren es die Engländer die mit dem Langbogen eine gefürchtete Streitmacht waren. Die Inianer benutzen ihn, und manche Stämme im brasilianischen Urwald benutzen den Bogen noch heute. Auch in China, Japan und der Türkei war diese Waffe sehr populär. Man kann sagen der Bogen wurde weltweit weiterentwickelt. Den Franzosen wurde gegen die Engländer der Bogen zum Verhängnis. Selbst der Fund des Steinzeitmenschen in Österreich (Ötzi 5000 Jahre alt) förderte einen Bogen und Pfeile zutage. Der älteste Bogenfund 1944 war in Dänemark und wurde auf cirka 8000 Jahre datiert. Archeologen gehen sogar von 100-150000 Jahren aus.

Heute:

Heute wird der Bogen weltweit in als Sportgerät genutzt. In manchen Ländern dieser Erde, zum Beispiel in den USA und in Kanada darf heute noch mit dem Bogen gejagd werden. Dort ist sogar die Jagd mit dem Bogen populärer als mit dem Gewehr. Bogenschützen haben sich in Organisationen, Verbänden und Vereinen weltweit organisiert. Viele tausende widmen sich dem vielfältigen Bogensport, sei es sportlich, traditionnell oder nur zum Spass.

Seit 1972 ist Bogenschiessen wieder olympische Disziplin und regelmäßig werden auch Weltmeisterschaften abgehalten. In Luxemburg findet dieser wundervolle Sport immer mehr Anhänger und immer eine größere Lobby.

Bogensport ist eine ernstzunehmende Sportart, Weltweit gibt es bereits Profis die den Lebensunterhalt mit dem Bogenschiessen verdienen. Bogenschiessen kann altersunabhängig (von 10-99 Jahren) ausgeübt werden.

Und nun zu Dir, stelle Dir einmal folgende Fragen:



  • Hast Du als Kind dir einen Bogen gebastelt ?
  • Hast du als Kind gerne Ritter oder Indianer gespielt ?
  • Hast du irgendwo einmal Bogenschützen schiessen sehen und gedacht: "Probiere ich auch mal!"
  • Hast du beim Lesen dieser Seite Lust auf Bogenschiessen bekommen ?
  • Suchst du eine ruhige Ausgleichssportart an der frischen Luft ?
  • Suchst du den Wettkampf ?

Hast du eine der Fragen mit ja beantwortet ?
Dann gib Dir einen Ruck, probiere diesen Sport aus, es ist garantiert die Mühe wert.

Wie komme ich zum Bogenschiessen ?

Rufen Sie an und fragen Sie nach den Trainingszeiten des Vereins und ob es die Möglichkeit gibt diesen Sport einmal auszuprobieren. Um Kontakt mit uns aufzunehmen klicken sie Hier.

Ausrüstung für Anfänger vorhanden. Ihr könnt dann erst einmal zuschauen wie Bogen geschossen wird und später unter fachgerechter Anleitung den ersten Kontakt mit dem Bogen aufnehmen.

Folgende Gründe sprechen für diesen Weg:

  • Ein Bogen ist kein Spielzeug sondern eine Waffe, wenn man irgendwo wild herumschiesst, kann man Unbeteiligte verletzen. Je nach Bogen kann so ein Pfeil über 250 Meter fliegen. Außerdem kann man sich durch Abpraller selbst verletzen. Von der Vernichtung der Pfeile mal ganz abgesehen. Ein Bogensportplatz erfüllt einen bestimmten Sicherheitsstandard, so das niemand zu Schaden kommen kann.
  • Bei so einem Schnupperschiessen ist man dann gegen einen kleinen Betrag versichert. Wird man später Mitglied ist man automatisch versichert. Gerade Anfänger machen viele Haltungsfehler oder schiessen einen zu schweren Bogen. Damit kann man sich die Freude an diesen Sport verderben oder sich selbst Verletzungen an der Muskulatur zuziehen. Gerade das erlernen des richtigen Schießstils von Grund auf ist äußerst wichtig. Bei so einem Schnupperschiessen wird euch ein erfahrener Schütze einweisen und beobachten.
  • Es gibt viele verschiedene Varianten des Bogenschiessens. Erst einmal sollte sich man sich mit den Grundtechniken vertraut machen. Später kann man sich immer noch überlegen welche Variante des Bogenschiessen einem am besten gefällt.
  • Als Anfänger einen Bogen zu kaufen ist abzuraten. Man schießt später niemals den gleichen Bogen mit dem man angefangen hat. Gerade als Anfänger hat man noch nicht soviel Kraft um einen schweren Bogen auszuziehen. Um später, wenn man will, auf größere Entfernungen zu schiessen benötigt man einen Bogen mit mehr Wurfleistung, der aber schwerer auszuziehen ist. Man steigert sich durch das Training im Laufe der Zeit.
  • Bleibt man dann bei diesem Sport kauft man sich einen eigenen Bogen. Man hat dann etwas Erfahrung und genauere Vorstellungen was für einen Bogen man will.

Allgemeines zum Bogenschiessen

Allgemeines

Wenn man einen Sport sucht, wo Natur, Konzentration und Kraftübung vereint sein sollen, so sollte das Bogenschießen ausprobiert werden. Das Ziel hierbei ist es, den Körper so gut zu trainieren, daß eine Schußabgabe der anderen gleicht, so daß der Pfeil immer ins Gold geht.
Dazu ist es nötig, durch verschiedene Haltungs- und Muskelübungen eine optimale Körperhaltung zu erlangen und diese bei möglichst jedem Schuß erneut zu reproduziern. Die Entfernungen betragen 30, 50, 70 oder 90m zum Ziel. Je weiter die Zielscheibe entfernt ist, desto stärker wirken sich Haltungsfehler aus. Daher ist das Erlernen des Bogenschießens am besten in einem Verein zu realisieren, wo erfahrene Schützen dem Neuling und Interessierten Tips und Hinweise bei den ersten Schritten geben.

Es gibt die Möglichkeit, sich nach Art der Tunierschützen oder der Feldbogenschützen zu orientieren. Erstere schießen meist nur auf Tunier-Zielscheiben und halten sich an das Reglement der FITA, letztere benutzen Tier-Zielscheiben.

Bogenherstellung heute

Der Kunststoff hat wie in allen Bereichen auch im Bogensport massiv Einzug gehalten. Die Wurfarme bestehen aus mehrschichtig verarbeiteten glasfaserverstärktem Kunststoff, das Mittelteil, welches das Griffstück, das Visier, die Pfeilauflage und die Ausgleichs-Gewichte aufnimmt, ist meistens aus Aluminium-oder Magnesiumlegierung. Die Sehne besteht aus Nylon oder Kevlar. Die Kraft, mit der der Bogen ausgezogen wird nennt sich die Zugkraft. Die Zugkraft wird in englischen Pfund angegeben und entspricht ungefähr 453,5g. Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Auszug-längen, es gibt ja auch kurze und lange Arme. Vom Kinderbogen über den Tunierbogen bis zum Jagdbogen ist alles in unterschiedlichen Qualitäten erhältlich, in jeder Preiskategorie. Natürlich bewegt sich darum ein ganzes Feld von mehr oder weniger nützlichen Zubehörteilen. Beratung von erfahrenen Vereinskollegen ist hier für Anfänger unerläßlich, damit Fehlinvestitionen nicht den Spaß an diesem Sport verderben.

Der Recurvebogen


Es ist der herkömmliche Bogen, wobei zum Ausziehen der Sehne die gesamte Nenn-Zugkraft vom Anfang des Ausziehens über das Halten zum Visieren bis zur Schußabgabe gezogen werden muß. Bei höheren Zugkräften muß man schon sehr trainiert sein, um den Bogen längere Zeit ausgezogen zu halten. Der Recurvebogen ist überwiegend ein Compositbogen, der am Ende gegen die Bogenkrümmung gebogene Wurfarme besitzt, die für eine bessere Kraftausnutzung sorgen. Das ermöglicht kürzere Wurfarme bei gleicher Durchschlagskraft Der moderne Tunierbogen ist ein Recurvebogen, meist in drei Teile zerlegbar, in Mittelstück, oberer und unterer Wurfarm.

Der Compoundbogen

Der Compoundbogen beruht auf dem Prinzip des Flaschenzuges. Die Spannung des Bogens wird nicht wie bei den beiden anderen Typen kontinuierlich in den Wurfarmen aufgebaut, so daß im vollen Auszug die ganze Energie auf den Fingern liegt, sondern genau umgekehrt. Am Anfang wird bis zum Einsetzen des Flaschenzuges viel mehr Kraft zum Ziehen gebraucht, während am Ende im Auszug, in der Zielphase, das Gewicht und der Druck auf den Fingern verringert wird.

Der Langbogen

Der Langbogen ist DER KLASSIKER, so wie man sich einen Bogen vorstellt. Das jahrtausende alte Bauprinzip, ein Holzstab mit einer Schnur, ist jedoch nicht so simpel, wie es aussieht. Das kann jeder nachvollziehen, der schonmal einen Flitzebogen gebaut hat und damit versucht hat, auf weitere Entfernungen gezielt zu schiessen. Ein guter Bogen stellt hohe Anforderungen an das verwendete Material, denn beim Schiessen treten im Bogen sowohl Zugspannung (auf der Vorderseite ) wie auch Druckspannung (auf der dem Schützen zugewandten Seite ) auf, die vom Holz verkraftet werden müssen. Beim Langbogen wird der Pfeil entweder über den Handrücken oder über eine kleine Pfeilauflage seitlich am Bogen entlanggeschossen.

Der Schießstil

Jeder Bogentyp wird etwas anders geschossen, da das Verhalten des Bogens beim Ziehen und im Schuss durch die Konstruktion verursacht wird. Auch entwickelt jeder Schütze im Laufe der Zeit seinen individuellen Stil. Wichtig ist allein, daß man immer wieder das gleiche macht.

FITA: modernes Tunierschiessen
Unterschieden wird zwischen der Sommer-(Draußen-) und der Winter-(Hallen-)Saison. Ein Sommer-Tunier geht über vier Entfernungen, auf die je 36 Pfeile geschossen werden. Die Damen schiessen 70m, 60m, 50m und 30m, die Herren 90m, 70m, 50m, und 30m. Ein solches Tunier zieht sich meist über einen ganzen Tag hin, morgens die beiden langen Distanzen, nach einer Mittagspause dann die beiden kurzen Entfernungen.
Für eine Passe hat man 120sec Zeit, deswegen wird das Schiessen optisch mit einer Ampel. Auf den langen Distanzen wird auf Auflagen mit einem Durchmesser von 120cm geschossen, d.h. das "Gold" (die Mitte, die 10 Ringe zählt) ist 12cm gross.
Nachdem die Scheiben in der Mittagspause auf 50m heran geholt wurden, werden die Auflagen gegen 80ger austgetauscht, d.h. das Gold hat hier eine Größe von 8cm.

Internationale und Nationale Meisterschaften
Auf den Nationalen Meisterschaften ändern sich die Regeln alle Jahre wieder. Ab 1997 FITA-Runden werden nur noch 2*36 Pfeile auf 70m für alle Klassen geschossen. Aus diesen Ergebnissen wird eine Rangliste ermittelt, deren ersten 16 pro Klasse in einer Finalrunde mit KO-System gegeneinander antreten. Im Winter in der Halle sind die TRI-Spots nun untereinander angeordnet. Eine Scheibe für jeden Feil Distanz 18 Meter.